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Fix zam

Fix zam

Montag, Oktober 27, 2025

In der Schulzeit gab es noch diese Zettelchen, wo draufstand: „Willst du mit mir gehen? Ja/Nein/Vielleicht“. Und wenn man Glück hatte und das heiß begehrte Gegenüber hat Ja angekreuzt, dann war man „Fix zam“… was immer das halt in den frühen Pubertätsjahren geheißen hat 😉

So einfach ist es schon lange nicht mehr, vor allem seit Onlinedating mit ins Spiel gekommen ist. Wann ist man denn nun „zusammen“? Wenn das erste Mal geschmust wurde? Nach dem ersten S*x? Nach der ersten Übernachtung? Manchen bereitet es einiges Kopfzerbrechen, ob das, was man mit einem neuen Menschen da nun erlebt, was „Ernstes“ ist.

Ab wann ist eine neue Bekanntschaft eine Beziehung?

Schauen wir uns zuerst die harten Fakten an: das Wörterbuch sagt, eine Beziehung ist „eine Verbindung zu jemandem oder etwas“ oder „ein wechselseitiges Verhältnis, ein innerer Zusammenhang“.

Und schon hier sieht man das Wesentliche: eine Beziehung hängt nicht davon ab, was man miteinander tut (Aktivität) sondern, sondern von der Verbindung zueinander (emotional).

Wenn man mich also fragt, ab wann ein Paar zusammen ist, würde ich es nicht davon abhängig machen, was man bereits gemeinsam erlebt hat, sondern wie intensiv die Bindung zueinander ist, das Interesse aneinander, und die Bereitschaft, sich emotional auf das Gegenüber einzulassen.

Unzählige Paare sind seit ewigen Zeiten offiziell in einer Beziehung, mit der emotionalen Verbindung sieht es aber eher dürftig aus. Intime und persönliche Gedanken und Gefühle werden nicht miteinander geteilt, sondern eher zurückgehalten, aus Angst, den anderen abzuschrecken oder gegen sich aufzubringen, aus Sorge, es könnte eine Missstimmung entstehen.

Die sogenannten Beziehungscoaches, die im Internet ihr Unwesen treiben, raten oft genau das: Wie muss ich mich verhalten, wie soll ich aussehen, was darf ich tun oder nicht tun, damit mich das Ziel meiner Begierde endlich erhört? „Schreib ihm das. Schreib ihm das nicht. Melde dich nicht. Mach dich rar.“

Alles Bullshit.

Wie soll derjenige, dem ich gerne nahekommen möchte, mich so kennenlernen (und lieben!“, wie ich bin, wenn ich nur eine Fassade von mir herzeige? Das kann nicht funktionieren, und schon gar nicht auf Dauer.

Ich würde eine Beziehung als den Ort beschreiben, wo jeder Beteiligte genau so sein und sich so zeigen kann, wie er ist. Ohne Angst, dafür ausgelacht, abgewertet, beschämt oder zurückgewiesen zu werden. Auch wenn der Partner vielleicht gerade nicht versteht, warum sich das Gegenüber so fühlt, sollte zumindest die Bereitschaft dafür da sein, anzuerkennen, DASS dieses Gefühl, diese Emotion gerade da ist.

Dann entsteht echte Verbindung, Verständnis und Intimität zwischen zwei Menschen. Und die Sicherheit, geliebt zu werden mit allem, was dazugehört. Dann ist man fix zam.

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