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Die Stimme im Kopf

Samstag, November 28, 2020

Seit mittlerweile acht Tagen nehme ich an einer Challenge teil, die „Jammerfasten“ genannt wird. Ziel ist es, 16 Tage lang nicht zu jammern, nicht zu nörgeln, nicht zu lästern – auch nicht im Kopf. Gar nicht so einfach, ehrlich gesagt. Es gibt ja auch so viel zu jammern, zu nörgeln und zu lästern. Das Wetter, die nervigen Kollegen, der Partner, dass nichts so ist, wie es sein soll. Es scheint, als sei unser Gehirn dazu programmiert, tagein tagaus negative, wenn nicht sogar schädliche, Gedanken zu produzieren.

Im Durchschnitt denkt der Mensch ca. 60.000 Gedanken am Tag. Und wie viele davon, denkst du, sind positiv? Studien haben natürlich auch das herausgefunden: rund drei Prozent! Das heißt, es geistern etwa 58.200 negative und neutrale Gedanken durch unseren Kopf, und nur rund. 1.800 positive.

Solche negative Gedanken könnten sein, nur als kleine Auswahl:

-          Das schaffst du nie

-          Schon wieder Montag

-          Meine Arbeit ist sch***

-          Ich bin zu fett, zu dumm, zu langsam, zu kompliziert,…

-          Schon wieder habe ich Rückenschmerzen

-          Ich finde nie einen Partner

-          Warum immer ich?

-          Schon wieder schlechtes Wetter

Was macht das mit uns? Was macht das mit unserem Selbstbild? Mit unserem Körpergefühl? Unserer Ausstrahlung? Unseren Plänen und Zielen? Wenn du möchtest, mache ein kleines Experiment. Gib dich ein paar Minuten nur negativen Gedanken hin und beobachte, was sie bei dir auslösen. Wie verändert sich dein Gesichtsausdruck? Deine Körperhaltung? Deine Atmung? Schaffst du es ohne weiteres, aus der negativen Gedankenspirale zu positiven, inspirierenden Gedanken zu wechseln?

Wie können wir etwas in unserem Leben zum Besseren verändern, wenn wir uns ständig mit Aussagen füttern, die uns boykottieren? Es wird schwer, sich etwa beruflich zu verändern, wenn wir uns selbst jeden Tag erzählen, dass wir das sowieso nicht schaffen. Ebenso schwer, wie einen tollen Partner zu finden, wenn wir allzu oft ein „ich bin das nicht wert“ im Kopf haben.

Schlechte Laune im Kopf macht schlechte Laune im Leben. Wir strahlen genau das aus, was wir denken, deshalb sollten wir viel öfter darauf achten, was wir uns selbst den lieben langen Tag so erzählen. Achte einmal bewusst darauf und dann beantworte dir die Frage, ob du anderen erlauben würdest, so mit dir zu sprechen. Dich herunterzumachen, zu kritisieren, dir alle Perspektiven zu nehmen.

Nein? Dann wird es höchste Zeit, aus der Meckerspirale auszubrechen und dir selbst der Gesprächspartner zu sein, den du verdient hast! Jemand, der dir sagt, wie gut du bist. Was du schon alles geschafft hast. Dass du liebenswert bist und noch dazu einen tollen Hintern hast ;-)

Für den Anfang kann es hilfreich sein, ein Armband zu tragen, das dich an dieses Versprechen erinnert. Und jedes Mal, wenn du es brichst, wechselst du das Armband auf den anderen Arm und beschäftigst dich zum Ausgleich mit einem positiven Gedanken.

Wenn dir das noch nicht so gut gelingt, begleite ich dich gerne auf dem Weg dahin. Kontaktiere mich bitte gerne für eine Terminvereinbarung!

HINWEIS: Beratungen durch Lebens- und SozialberaterInnen sind auch während des Lockdowns unter Einhaltung der Hygieneregeln erlaubt! Dennoch sind Beratungen selbstverständlich auch via Skype möglich.

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