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Burn Out, Ermüdungs- oder Erschöpfungssyndrom. Verschiedene Bezeichnungen für einen Zustand, in dem Körper und Geist STOP sagen. In dem nichts mehr geht. Seit einiger Zeit rasend auf dem Vormarsch, oftmals belächelt. Für die Betroffenen ein Ausnahmezustand. Von 150 auf Null. Von der Überholspur in die Boxengasse.
Doch wie kommt es dazu? Im Folgenden mein ß-Punkte- Wegweiser, wie du am schnellsten ins Burn Out schlitterst. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne wissenschaftliche Basis. Sondern so, wie ich es vor einigen Jahren erlebt habe.
1. Sei möglichst perfekt. Dein Körper, deine Arbeit, deine Beziehung. Strebe immer nach höchster Perfektion und gib dich nicht zufrieden mit einem „gut“. Nutze Erholungspausen, um nachzudenken, was du alles noch nicht erledigt hast, nicht gut erledigt hast, was besser hätte laufen können.
2. Fühle dich verantwortlich. Für alles und jeden. Wälze Probleme, die eigentlich dein Chef wälzen sollte. Zerbrich dir den Kopf über die Probleme andere Menschen. Versuche, Dinge für andere Menschen zu regeln, auch wenn die das ganz gut selbst könnten.
3. Sei streng mit dir. Gönne dir keine Pausen, kein Mitgefühl, keine Fehler. Sei unerbittlich im Aufstöbern von vermeintlichen Schwachstellen. Durchsuche dich, deine Arbeit und deine Beziehungen nach Fehlern und gib nicht auf, bevor du welche gefunden hast.
4. Lass dir nicht helfen. Niemals. Delegiere nicht, sondern versuche, auch noch die Aufgaben anderer zu erledigen. Frage nicht nach Hilfe. Lass dir auch dann nicht helfen, wenn andere es dir anbieten. Wie sieht das denn aus? Als ob du nicht alles selbst schaffen könntest.
5. Denke nach. Über die Vergangenheit und über die Zukunft. Verwende dabei häufig die Wörter „nie“ und „immer“, so bekommen die erlebten und die zu erwartenden Ereignisse erst die richtige Dramatik. Vergiss dabei möglichst, dass im Moment gerade eigentlich alles gut läuft.
6. Umgib dich mit negativen Menschen. Versammle möglichst viele Energieräuber um dich. Hör dir ihr Jammern an, lass dich von ihnen abwerten, beschimpfen oder lächerlich machen. Meide Menschen, die dir wahrhaftig zuhören und dich unterstützen.
7. Beiß dich durch. Wenn du nicht mehr kannst und dein Körper längst schreit „Ich kann nicht mehr!“, beiß einfach die Zähne zusammen und weiter. Memme. Andere können das doch auch.
8. Versuche, es allen recht zu machen, außer dir selbst. Und sag ja niemals nein, wenn jemand etwas von dir will. Auch wenn es dir eigentlich nicht passt oder zu viel ist.
Klingt stressig, aber eigentlich auch ganz lustig, oder? Der/die eine oder andere wird zustimmend nicken und denken „das kenne ich auch“. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, aber aus meiner Erfahrung sind diejenigen, die uns am meisten zu mehr Leistung, Erfolg und Perfektion antreiben, nicht andere Menschen, sondern das sind wir selbst.
Eine innere Stimme, unser persönlicher Antreiber, peitscht uns weiter, wenn wir eigentlich nicht mehr können und aus dem letzten Loch pfeifen. Sie kann dazu gut sein, uns weiterzubringen und uns noch einmal ein bisschen Motivation zu geben, um die letzten paar Meter zu gehen.
Aber diese Stimme wird dann gefährlich, wenn sie nicht mehr verstummt. Wenn sie keine Ruhe mehr gibt und mit nichts mehr zufrieden ist. Wenn wir es „nicht mehr gut sein lassen können“. Keinen Frieden mehr in uns finden. Wenn wir immer weiterhetzen, ohne stehenzubleiben, um unsere kleinen und großen Erfolge zu feiern.
Solltest du dich in einem oder mehreren der sieben Punkte wiedererkennen, dann suche dir bitte Unterstützung. Ich und alle meine KollegInnen sind gerne da, um dir zu helfen, wieder durchatmen zu können. Zufrieden mit dir zu sein. Momente zu genießen, anstatt durch das Leben zu hetzen.
Solltest du dich angesprochen fühlen, kontaktiere mich bitte gerne für eine Terminvereinbarung

